Operation chronischer Mittelohrentzündungen

Otitis media chronica, Cholsteatom

Die chronische Mittelohrentzündung (Otitis media chronica) führt zu verschiedenen Schädigungen:

  • zur Schwerhörigkeit
  • zur Zerstörung der Gehörknöchelchen
  • zur Durchlöcherung des Trommelfells mit
  • zur Vernarbung des Mittelohres
    ständiger u. kurzzeitiger Ohrsekretion

Der Schuppenkörper (Cholesteatom), gebildet durch in das Mittelohr gelangte Haut des Gehörganges, wächst zerstörend wie eine Geschwulst. Mögliche Komplikationen:

  • Schwerhörigkeit - Gesichtsnervenlähmung
  • übelriechender Ohrfluss - Hirnhautentzündung
  • Schwindel mit Ertaubung des Ohr
 
  Dr. Jochen Schachenreiter
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Operation
 

Da es durch eine medikamentöse Behandlung nicht gelingt, das Gehör zu verbessern, oder das Trommelfell zu verschließen, ermöglicht eine Operation:

  • eine endgültige Abheilung
  • einen Verschluss des Trommelfells
  • eine Wiederherstellung normaler
  • eine Verbesserung des Hörvermögens

Verhältnisse im Mittelohr
Beim Cholesteatom ist wegen der oben angeführten Gefahren in jedem Fall eine Operation erforderlich. Einer Mittelohroperation muss in vielen Fällen eine Verbesserung der Nasenatmung vorausgehen (Operation einer Nasenscheidewandverkrümmung, „Polypen“-Operation, und event. die Entfernung der Gaumenmandeln, sowie die Operation kranker Nasennebenhöhlen).


Operationsverfahren

In Narkose oder örtlicher Betäubung wird von vorne durch den Gehörgang oder hinter der Ohrmuschel in das Mittelohr vorgegangen.

Der Schuppenkörper, Eiterherd, Schleimhautpolypen und erkrankter Knochen werden entfernt. Oft ist eine Ausfräsung der lufthaltigen Zellen hinter dem Ohr (=Warzenfortsatz) notwendig. Die Gehörknöchelchenkette (Hammer, Amboss, Steigbügel) wird erforderlichenfalls durch Verlagerung von eigenen Knöchelchen oder unter Verwendung von konservierten Knöchelchen oder mit Fremdmaterial (Keramik, Metall, Kunststoff) wieder aufgebaut.

Der Trommelfellverschluss erfolgt mit körpereigener Muskelhaut, Knorpelhaut und Hautläppchen. Der Umfang des Eingriffes lässt sich oft erst nach Eröffnung des Mittelohres bestimmen.



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